posted Sun, 07.03.10

24.4.10: Wie Städte im Namen der Sicherheit sozial sortiert werden

Veranstaltung mit Jun. Prof. Dr. Bernd Belina

Ökonomische und politische Prozesse sorgen dafür, dass sich in Städten gesellschaftliche Widersprüche in sozial-räumlichen Disparitäten und Polarisierungen materialisieren. Eine – zunehmend zentrale – Legitimation für das Regieren dieser sozialen Sortierungen ist die „Sicherheit“, unter der stets jene der eingerichteten gesellschaftlichen Ordnung vor Störungen verstanden wird. „Sicherheit“ und ihr Gegenteil – „Unsicherheit“, „Kriminalität“, „Unordnung“ etc. – werden als Ideologien produziert, in Recht und anderen (staatlichen) Institutionen materialisiert und von der Polizei, anderen Staatsapparaten und solchen der Zivilgesellschaft durchgesetzt. Diskutiert werden Beispiele solcher Prozesse des Regierens sozialer Widersprüche mittels Sicherheit (hierzulande etwa Betretungsverbote, Alkoholverbote in nicht-kommerziellen öffentlichen Raum, in UK Anti-Social Behaviour Orders, überall: Videoüberwachung öffentlicher Räume). Diese Kriminalisierung der Verlierer_innen von Herrschaftsprozessen gilt es zu kritisieren, um sich diesen Prozessen selbst zuzuwenden.

Samstag, 24. April 2010, 18:00 Uhr, Theaterkeller (Geismar Landstr. 19), Göttingen

Veranstaltet von der Basisgruppe Geschichte